Die besten Sportarten für Kinder in Corona-Zeiten

Die Möglichkeiten für sportliche Betätigungen sind seit dem Ausbruch von Corona vielerorts stark beschränkt. Doch Bewegung ist für Kinder wichtig, da sie Ausdauer, Kraft, motorische Fähigkeiten, Balance und Geschicklichkeit trainiert. Trotz vorgeschriebener Abstandsregelungen und im Falle eines Lockdowns totaler Kontaktbeschränkungen zu Freunden und Klassenkameraden kann der Nachwuchs den Sport als neues Hobby entdecken. Viele Sportarten machen auch allein oder zusammen mit der Familie Spaß.

Sportarten finden, die Freude machen

Auf lange Sicht bringt es nichts, wenn Eltern ihre Kinder für eine Sportart begeistern wollen, die lediglich sie selbst gern ausüben. Sofern der Nachwuchs kein Interesse zeigt, muss er jedes Mal zum Training überredet werden, was den Erwachsenen nach und nach schwerer fällt. Irgendwann erlischt die Motivation auf beiden Seiten ganz. Besser ist es, den Kleinen selbst zu überlassen, wie sie sich sportlich betätigen wollen. Dabei sollten die Sportarten auf das Alter und den Entwicklungsstand der Kinder angepasst sein, damit keine gesundheitlichen Risiken eingegangen werden. Je abwechslungsreicher das Training gestaltet wird, desto ganzheitlicher profitiert der kindliche Körper und die Spannung beim Üben bleibt erhalten.

Wer die Lieblingssportart seines Kindes herausfinden möchte, muss ihm die Möglichkeit bieten, sich unterschiedlich auszuprobieren. Nur bei wenigen Kindern bleibt es beim einmal abgegebenen Feedback. Im Allgemeinen ändern sich die Interessen von Kindern von Zeit zu Zeit. Das erfordert von den Erwachsenen Flexibilität.

Tipp: Die Ausstattung für die Sportart sollte von Anfang an Sicherheit bieten und am Körper gut sitzen. Teure Markenartikel brauchen aber nicht angeschafft werden. Die können besorgt werden, wenn das Kind einer Sportart treu bleiben möchte.

Radfahren bietet Jungen und Mädchen viele Vorteile
Gerade in Corona-Zeiten lohnt es sich, dem Kind das Radfahren beizubringen. Nicht nur während eines Lockdowns kann es diese Sportart allein oder zusammen mit der Familie ausüben. Sofern die Zeit reicht, geht es raus in die Natur. Die Bewegung an frischer Luft stärkt das Immunsystem und baut Stress ab. Beim Radfahren erlernt das Kind Ausdauer und Koordination. Das geübte Kind nutzt gern auch einen Hindernisparcours, der sich mit einfachen Mitteln sogar auf dem eigenen Hof aufbauen lässt.

Tipp: Hat das Kind ausreichend Sicherheit im Straßenverkehr erlangt, ist das Fahrrad zur Fortbewegung eine Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Kinder sollten aber nur mit einem Helm ausgestattet dort am Straßenverkehr teilnehmen, wo Radwege vorhanden sind.

Lauftraining durch Überraschungseffekte auflockern
Das Laufen in der Freizeit ist bei Kindern eher unbeliebt, es sei denn, dass am Ende der Strecke eine Überraschung auf sie wartet. Auch unterwegs lässt sich die Route – ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd – abwechslungsreich gestalten. Es gilt beispielsweise, an bestimmten Streckenpunkten Rätsel zu lösen oder Gegenstände zu finden. Auf die spielerische Art können selbst kleine Kinder zum Laufen angeregt werden. Die Größeren absolvieren später freiwillig kürzere Strecken im Sprint und trainieren dabei ihre Schnelligkeit. Oder sie bevorzugen den Ausdauerlauf, der diejenigen Muskelfasern trainiert, die für die Ausdauer zuständig sind. Außerdem verbessert der Langlauf die Lungenfunktion.

Tipp: Übergewichtige Kinder sollten mit dem Walken beginnen, um die Gelenke nicht zu stark zu fordern.

Reiten schult Körper und Geist

Insbesondere bei den Mädchen zählt das Reiten zu den beliebtesten Sportarten. Zum Glück lässt es sich auch in der Corona-Zeit ausführen, denn selbst in der Gruppe ist es leicht, Abstand zueinander zu halten. Der körperliche Kontakt zum Pferd führt zum Stressabbau und macht ausgeglichener. Zudem trainiert das Reiten sämtliche Muskeln im Körper und schult die Koordination. Neben den positiven Aspekten für den Körper hilft diese Sportart beim Erlernen von Kompetenzen, die für den Alltag wichtig sind. Das Kind übernimmt Verantwortung für ein Geschöpf. Dadurch wird die im späteren Beruf wichtige Teamfähigkeit gestärkt.

Tipp: Wer reiten möchte, braucht sich kein eigenes Pferd anschaffen. Es reicht, wenn das Kind einem Reitverein beitritt. Dort lernt es den Umgang mit dem Tier und wird beim Trainieren fachmännisch unterstützt.

Tanzen nicht nur für Mädchen geeignet

Kinder tanzen gern Ballett in der Gruppe, können aber ebenso solo zu Hause üben. Klassische Musik muss es nicht unbedingt sein. Auch zu Rock, Pop und Hiphop lässt sich eine Choreographie einstudieren. Einen besonderen Tanzstil müssen Hobbytänzer nicht beherrschen. Wichtig ist, dass sie sich zum Rhythmus bewegen, selbst wenn sie ihre Körperteile nur mal ordentlich durchschütteln. Das Zusammenspiel von geistigen und physischen Fähigkeiten schult das Gehirn, was wiederum die Leistungsfähigkeit und die Konzentration steigert. Nebenbei trainieren die Kinder beim Tanzen ihre Beweglichkeit, die Elastizität ihrer Sehnen und Muskeln verbessert sich. Sie lernen, die Balance besser zu halten. Die vermehrte Ausschüttung von Glückshormonen beim Tanzen lässt Kinder den alltäglichen Stress schnell vergessen. Das gilt im Übrigen für alle Sportarten.

Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Eltern ihre Kleinen nicht zum Sport bewegen können, liegt es manchmal daran, dass sie selbst nicht aktiv sind. Kinder orientieren sich an Vorbildern. Also rein in die Laufschuhe und ab in den Wald, auch in Corona-Zeiten!